Infos für Eltern von Grundschülern

Arbeitsblätter für die 1. bis 4. Klasse sind in der Regel unter Aufsicht / Anleitung zu lösen. Selbstständiges Arbeiten ist für Schüler der Grundschule nur bei gut bekannten Aufgaben-Typen vorauszusetzen. Während es bei Mathe oft reicht, die ersten Aufgaben gemeinsam zu lösen, kann es jedoch bei Fächern wie Deutsch Übungsblätter geben, die komplett gemeinsam zu erarbeiten sind. Englisch stellt einen Sonderfall dar, weil die Aussprache am besten über Kommunikation zu lernen ist. Die Mitarbeit von Eltern (vorlesen, nachsprechen lassen, Lieder singen...) hat daher bei Schülern der Grundschule einen großen Anteil am Lernerfolg. Dafür braucht es neben Interesse und Geduld leider auch nicht gerade wenig Zeit. Sollte es daran mangeln, könnten Lerngemeinschaften mit anderen Eltern in Erwägung gezogen werden, bei denen man sich abwechseln und eventuell auch auf sein bevorzugtes Schulfach konzentrieren kann.

Schüler lernen in der Grundschule wichtige Grundlagen, die später vorausgesetzt und nicht erneut vermittelt werden. Kinder, bei denen sich in dieser Phase Defizite häufen, haben es in den folgenden Jahren / Schulen schwerer. Gehen Sie daher Problemfächer rechtzeitig an, bevor die Wissenslücke zu groß wird und Ihr Kind den Anschluß verliert. Bei wichtigen Lerninhalten ist gelegentlich auch das Üben bereits bekannter Themen zu empfehlen und dafür sollten stets neue Arbeitsblätter verwendet werden, damit es abwechselungsreich bleibt. Sollten die fertigen Arbeitsblätter nicht reichen, können Sie mit dem Arbeitsblatt-Generator beliebig viele Übungen anpassen und erstellen.

Manchmal scheint das Üben für die Eltern ein Kampf gegen Windmühlen zu sein. Sie wissen, dass ihr Kind den Lehrstoff verstehen könnte, wenn es nur wollte. Aber warum will es nicht? Schüler der Grundschule realisieren oft noch nicht, dass sie für sich selbst lernen. Sie lernen meistens unbewußt für die Eltern und die Lehrer. Für das Lob, das sie bekommen, falls sie etwas richtig gemacht haben oder im Extremfall, um den Stress zu vermeiden, den eine Verweigerung nach sich ziehen würde. Leider fällt dadurch dem Umfeld eine größere Bedeutung zu als dem Schulstoff selbst. Wenn also Ihr Kind zu Ihnen sagt: "Ich kann das nicht", dann bedeutet das vielleicht einfach nur, dass zum Beispiel die Chemie mit dem betreffenden Lehrer nicht stimmt. Legen Sie Ihrem Kind möglichst früh nahe, unbedachte Bemerkungen oder lachende Mitschüler nicht zu ernst zu nehmen und sich stattdessen auf den Lerninhalt zu konzentrieren. Kinder sind Neuem gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen und lernen gerne von Bezugspersonen - es wäre mehr als schade, wenn Potential durch äußere Einflüsse blockiert würde. Viel Erfolg!



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